Es gibt Menschen, die haben eine Gabe. Sie spielen besonders gut Fussball, können irrwitzige Formelgebilde ohne mit der Wimper zu zucken berechnen oder können LKWs mit ihren Zähnen ziehen.
Der Mann, dem auf diesen Seiten gehuldigt werden soll, hat bei der Verteilung dieser Gaben wohl grade etwas Besseres zu tun gehabt.
Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben?
Das Schicksal ist sich nicht ganz klar darüber, ob die Gabe, die Christian von Aster erhalten hat, nun mehr ein Geschenk denn eine Strafe für sein Zuspätkommen ist.

Christian von Aster denkt in Geschichten. Und er schreibt sie auf.

"Ein Typ der einmal mit dem Schreiben in Berührung kommt, ist dazu verdammt, im Zickzack durch eine endlose Wüste zu taumeln." (Philippe Djian, "Rückgrat")

Vielleicht erklärt das, warum Christian von Aster, ohne jemals selbst in der Wüste gewesen zu sein, aberviele wunderbare orientalische Märchen schreibt. Selbst das Zickzack nimmt er ernst. Er begnügt sich nicht nur mit Geschichten aus dem Orient, sondern streift zwischen dem Ende des 18. Jahrhunderts und dem Beginn des 24. Jahrhunderts umher, erzählt uns von jeder Oase die er auf seinem Weg gekreuzt hat und lässt uns so zu seinen Weggefährten durch die Zwischenwelten werden.